Startseite der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Ebersberg, Kirchseeon, Steinhöring, Hohenlinden

Die 2. Pfarrstelle ist neu besetzt !

Wir haben eine neue Pfarrerin für Kirchseeon und Hohenlinden

Wir freuen uns, Pfarrerin Claudia Steuerer-Wünsche bei uns begrüßen zu können. Sie wird ihren Dienst am 1.11. 2017 antreten.
Einführungstermin ist der So, 12.11., 10 Uhr mit einem gemeindeweiten Gottesdienst in der Johanneskirche, Kirchseeon.


Klinikseelsorge

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Wenn Sie bei der stationären Aufnahme eingewilligt haben, von Ihrer Kirchengemeinde seelsorgerische Betreuung zu bekommen, erfahren wir dies im Rahmen datenschutzrechtlicher Möglichkeiten und können Sie aufsuchen. Auch dann nehmen wir natürlich Rücksicht auf Ihre momentane gesundheitliche Situation. So werden wir Sie nicht als frisch operierte Patienten stören.

Es kommt aber auch wiederholt vor, dass wir, etwa bei der notfallmäßigen Aufnahme, Ihren Namen nicht auf unserer Liste finden. Um uns deutlich zu machen, wenn Ihnen Besuch gut tun würde, können Sie uns gerne über Ihre Angehörigen oder das Gemeindebüro informieren. Dies hat sich bereits gut bewährt.

Damit Sie wissen, wen Sie ansprechen können, möchten wir Ihnen hier unsere Ansprechpartner nennen:

  • Pfarrerin Renate Zorn-Traving aus Ebersberg
  • Joachim Neubert, Pfarrer im Ruhestand ist für die Ebersberger Patienten und die Palliativstation der Ansprechpartner.
  • Als Ehrenamtliche Seelsorgerinnen besuchen Edith Eder und Angelika Wolff die Patienten aus dem Raum Baldham-Vaterstetten.

Gedanken zur Klinikkapelle in der Kreisklinik


Zu Hause leben bis zuletzt

Seelsorge in der ambulanten Palliativversorgung/em>

Seit mehr als 10 Jahren etabliert sich in der Medizin zunehmend eine neue Fachrichtung, die Palliativmedizin ('Palliativ' vom lateinischen Wort pallium = der Mantel abgeleitet, meint ummanteln, schützen). Hinter dem Wort 'Palliativ-Medizin' steht eigentlich mehr, als es auf den ersten Blick erscheint. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschreibt den 'Palliativen Gedanken' mit vier zugrunde liegenden Dimensionen und damit deren Nöte wie auch Kraftquellen: die körperliche, psychische, soziale und spirituelle Dimension, welche von der Konfrontation mit dem nahenden Tod betroffen sind, sich gegenseitig beeinflussen und von jeweils unterschiedlichen Berufen und Begleitern umsorgt werden, deshalb der Begriff 'Palliative Care' (Care = Sorge). Es klingt erstaunlich, dass dieser Gedanke ausgerechnet von der Medizin kommt: Zum Ende des Lebens gehört neben dem Arzt, der Pflege und der sozialen Sorge, als Kernkompetenzen in der Sorge um den sterbenden Menschen auch gleichwertig die geistliche Sorge - die S e e l s o r g e, dazu. Einem praktizierenden Christen mag das schnell einleuchten. Aber die WHO möchte das Angebot von Seelsorge, von 'Spiritual Care', jedem Schwerkranken und dessen Angehörigen eröffnen, unabhängig von deren religiöser oder weltanschaulicher Einstellung. Denn in schwerer Krankheit oder am Ende des Lebens stellen sich jedem Menschen existentielle Fragen und Themen - oft z.B. nach dem Sinn oder dem Warum. Manchmal will auch ein Abschnitt des vergangenen Lebens betrachtet, Sorgen ausgesprochen oder ein Segen empfangen werden.

Gut bekannt sind in diesem Kontext mittlerweile die Palliativstationen der Krankenhäuser und die Hospize im stationären Bereich bzw. die wichtige Arbeit der Hospizvereine vor Ort.
In den letzten Jahren ergänzt ein weiteres wertvolles Angebot diese bisherigen Strukturen und versucht Menschen das Verbleiben und Sterben zu Hause - auch mit schwersten Erkrankungen - zu ermöglichen, so dass auch starke Schmerzen, Luftnot, Angst, Übelkeit und andere komplexe Symptome keinen Aufenthalt in der Klinik mehr nötig machen.

In dieser Spezialisierten Ambulanten Palliativ Versorgung (SAPV) kommen sowohl spezialisierte Palliativärzte und Palliativ-Pflegekräfte auf Verordnung des Hausarztes nach Hause oder in ein Heim, die im Bedarfsfall auch über eine 24h-Bereitschaft im Sinne einer optimalen Versorgung in den heimischen Wänden erreichbar sind. Ihre Aufgabe ist es, das Sterben in der vertrauten Umgebung zu ermöglichen und die Angehörigen durch Anleitung dazu zu befähigen. So werden unnötige Krankenhauseinweisungen in den letzten Stunden und Tagen weitgehend vermieden. Für diese umfassende Betreuung sind ebenso Sozialarbeiter ein fester Bestandteil des Teams.

Der Aspekt der Seelsorge wird durch zwei Säulen getragen und verwirklicht: Für das SAPV-Team der Caritas, zuständig für den Landkreis München und Ebersberg, habe ich seit zwei Jahren den Auftrag und die Möglichkeit die Mitarbeiter als Seelsorger zu unterstützen. Meine Aufgaben sind dabei u.a. genau auf diese spirituelle Dimension in Team- und Patientenbesprechungen zu achten, so den Bedarf oder Wunsch nach Seelsorge frühzeitig wahrzunehmen und um dann mit der Gemeindeseelsorge vor Ort Kontakt aufzunehmen und die Möglichkeiten einer Begleitung abzuklären. Darüber hinaus kann ich aber auch besonders in kurzfristig notwendigen oder besonders komplexen Situationen selbst diese seelsorgerliche Begleitung anbieten.

Bei Fragen oder Anliegen, als Patient oder Angehöriger, dürfen Sie sich gerne an das Zentrum für ambulante Hospiz- und Palliativversorgung in München-Land und Stadtrand der Caritas unter der Nummer (089) 613 97-170 oder direkt an das Büro in Ebersberg unter (08092) 852 57-0 wenden.

Diakon Harald Braun,
Seelsorger im SAPV-Team der Caritas